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Weiße Haustür mit schwarzem Griff und seitlichen Glasstreifen an dunkler Holzfassade

Wie hoch ist eine Tür? Maße und Standardgrößen im Überblick

Wer wissen möchte, wie hoch eine Tür ist, muss zuerst klären, welches Maß gemeint ist. Bei Innentüren sind Türblatthöhen von 1.985 mm, 2.110 mm und 2.235 mm verbreitet, die dazugehörige Wandöffnung ist jeweils größer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine häufige Türblatthöhe im Wohnungsbau beträgt 1.985 mm.
  • Ebenfalls gängig sind Türblätter mit 2.110 mm und 2.235 mm Höhe.
  • Türblatt, Wandöffnung und lichte Durchgangshöhe bezeichnen unterschiedliche Maße.
  • Zu einem Türblatt mit 1.985 mm Höhe gehört beispielsweise eine größere Wandöffnung.
  • Beim Austausch einer Tür sollten Höhe, Breite, Zarge, Wandstärke und Anschlag geprüft werden.
  • Sondermaße können sinnvoll sein, wenn vorhandene Öffnungen nicht zu üblichen Normmaßen passen.

Wie hoch ist eine normale Tür?

Eine sogenannte normale Innentür ist häufig 1.985 mm oder 2.110 mm hoch. Gemeint ist dabei in der Regel die Höhe des Türblatts. Welche Variante tatsächlich passt, hängt von der vorhandenen Wandöffnung, der Zarge und dem Fußbodenaufbau ab.

Die Frage, wie hoch eine normale Tür ist, lässt sich deshalb nicht mit einem einzigen universellen Wert beantworten. Besonders in älteren Gebäuden können Öffnungen deutlich von heutigen Maßreihen abweichen.

Bei einem Neubau werden Türöffnungen meist bereits in der Planung auf bestimmte Türsysteme abgestimmt. Im Bestand sollte dagegen immer gemessen werden, bevor Türblatt oder Zarge bestellt werden.

Türblatt, Wandöffnung und Durchgangshöhe unterscheiden

Bei Türmaßen entstehen Fehler häufig deshalb, weil verschiedene Bezugspunkte miteinander verwechselt werden. Die Höhe des Türblatts ist nicht automatisch die Höhe der Rohbauöffnung oder die später nutzbare Durchgangshöhe.

Ein Beispiel zeigt den Unterschied:

Maß
Beispiel
Maß

Türblatt, gefälzt

Beispiel

1.985 mm

Maß

Nennmaß der Wandöffnung

Beispiel

2.005 mm

Maß

Baurichtmaß

Beispiel

2.000 mm

Maß

Durchgangshöhe bei einer typischen Holzzarge

Beispiel

ca. 1.972 mm

Die konkreten Werte können je nach Tür- und Zargensystem abweichen. Deshalb sollte bei einer Bestellung immer geklärt werden, welches Maß der Hersteller verlangt.

  • Türblatthöhe: Sie bezeichnet das Außenmaß des eigentlichen Türblatts.
  • Wandöffnung: Das ist die Öffnung im Baukörper, in die das komplette Türelement eingesetzt wird.
  • Lichte Durchgangshöhe: Sie beschreibt den tatsächlich frei nutzbaren Durchgang nach dem Einbau der Zarge.

Übliche Türhöhen und Türgrößen im Überblick

Für Türen im Wohnungsbau gibt DIN 18101 aufeinander abgestimmte Maße für Türblätter und weitere Bestandteile des Türelements vor. Zu den verbreiteten Höhen gefälzter Türblätter gehören 1.985, 2.110 und 2.235 mm.

Wer sich fragt, wie groß eine Tür ist, sollte neben der Höhe auch die Breite berücksichtigen. Typische gefälzte Türblattbreiten sind beispielsweise 610, 735, 860 oder 985 mm. Größere Ausführungen sind ebenfalls möglich.

Damit ergeben sich unter anderem folgende Kombinationen:

Türblattbreite
mögliche Türblatthöhe
Türblattbreite 610 mm
mögliche Türblatthöhe 1.985 oder 2.110 mm
Türblattbreite 735 mm
mögliche Türblatthöhe 1.985 oder 2.110 mm
Türblattbreite 860 mm
mögliche Türblatthöhe 1.985 oder 2.110 mm
Türblattbreite 985 mm
mögliche Türblatthöhe 1.985 oder 2.110 mm

Die Tabelle zeigt typische Größen, aber keine vollständige Produktübersicht. DIN 18101 umfasst weitere Maße und Ausführungen.

Die Antwort auf die Frage, wie groß Türen sind, hängt zudem von ihrer Funktion ab. Eine Innentür, Haustür, Brandschutztür oder zweiflügelige Tür muss nicht dieselben Abmessungen haben.

Warum gibt es unterschiedliche Türhöhen?

Unterschiedliche Türhöhen ermöglichen es, Türelemente an Gebäude, Nutzung und Architektur anzupassen. Neben standardisierten Maßreihen gibt es deshalb auch höhere Türen und Sonderanfertigungen.

Eine Höhe von 1.985 mm findet sich häufig bei bestehenden Wohngebäuden. 2.110 mm hohe Türblätter bieten mehr Durchgangshöhe und werden ebenfalls regelmäßig eingesetzt. Größere Elemente können besonders bei modernen Raumkonzepten bewusst als Gestaltungsmittel verwendet werden.

Auch der Bestand spielt eine Rolle. Bei einer Sanierung kann es wirtschaftlicher sein, eine passende Tür für eine vorhandene Öffnung auszuwählen, statt Mauerwerk und Sturz aufwendig zu verändern.

Bei umfassenden Modernisierungen werden häufig mehrere Bauelemente gleichzeitig aufgenommen. Dann können neben den Türmaßen beispielsweise auch Maße für Rollos in München und anderen Städten oder vorhandene Sonnenschutzanlagen dokumentiert werden.

Türen richtig ausmessen

Für eine neue Tür reicht es nicht, ausschließlich die Höhe des alten Türblatts zu kennen. Besonders beim Austausch von Tür und Zarge müssen mehrere Maße zusammenpassen.

Eine kurze Aufmaß-Checkliste:

  • Höhe der Wandöffnung an mehreren Stellen messen
  • Breite oben, mittig und unten prüfen
  • Wandstärke inklusive Putz oder Fliesen bestimmen
  • fertige Fußbodenhöhe berücksichtigen
  • Öffnungsrichtung der Tür festhalten
  • vorhandene Zarge und Türblatt getrennt betrachten

Gemessen wird bei der Höhe grundsätzlich mit Blick auf den fertigen Fußboden. Wird der Boden bei einer Renovierung noch aufgebaut, muss diese Änderung berücksichtigt werden.

„Beim Türentausch sollte man sich nie nur auf die Höhe des vorhandenen Türblatts verlassen. Entscheidend ist, ob Wandöffnung, Zarge, Bodenaufbau und neues Türelement wirklich zusammenpassen“, erklärt Bernhard Irl, Geschäftsführer von IRL Bauelemente.

Wer bei einer Sanierung gleichzeitig vorhandenen Sonnenschutz prüft, sollte auch dort zuerst die Einbausituation aufnehmen. Das gilt etwa bei einer notwendigen Rolladenreparatur in München und anderen Städten, da vorhandene Bauteile und Anschlüsse die spätere Ausführung beeinflussen können.

Türmaße 2026: Welche DIN ist relevant?

Für Türen im Wohnungsbau wird DIN 18101:2014-08 auch 2026 bei DIN Media als aktuelle Ausgabe geführt. Sie behandelt unter anderem Türblattgrößen sowie die gegenseitige Abhängigkeit der Maße von Türblatt, Zarge, Bändern und Schloss.

Die Norm soll dafür sorgen, dass aufeinander abgestimmte Bauteile maßlich zusammenpassen. Maßtabellen von Herstellern zeigen beispielsweise gefälzte Türblatthöhen von 1.985, 2.110, 2.235, 2.360 und 2.485 mm, abhängig vom jeweiligen System.

Für den privaten Bauherrn bedeutet das nicht, dass jede vorhandene Tür exakt einem Normmaß entsprechen muss. Gerade bei Altbauten, Umbauten und individuellen Konstruktionen sind abweichende Maße möglich.

Wer im Zuge einer größeren Modernisierung neben Türen auch außenliegenden Sonnenschutz plant, kann die erforderlichen Maße getrennt aufnehmen. Bei Jalousien in München und anderen Städten spielen beispielsweise Fensteröffnung und Montagesituation eine andere Rolle als beim Türmaß.

Standardmaß oder Sondermaß

Ein Standardmaß ist meist die einfachere Lösung, wenn die vorhandene Öffnung dazu passt. Sondermaße sind dagegen sinnvoll, wenn bauliche Gegebenheiten erhalten bleiben sollen oder eine bestimmte Gestaltung gewünscht ist.

Standardmaß
Sondermaß
Standardmaß große Produktauswahl
Sondermaß an vorhandene Öffnung anpassbar
Standardmaß Komponenten leichter kombinierbar
Sondermaß mehr gestalterische Freiheit
Standardmaß Austausch oft unkomplizierter
Sondermaß sinnvoll bei ungewöhnlichem Bestand
Standardmaß Öffnung muss zum System passen
Sondermaß häufig höherer Planungsaufwand

Vor einer baulichen Veränderung sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob sich eine passende Tür für die bestehende Öffnung finden lässt. Erst danach ist zu entscheiden, ob eine Anpassung des Mauerwerks sinnvoll ist.

Das gleiche Prinzip gilt bei anderen maßabhängigen Bauteilen. Auch eine Terrassenüberdachung in München oder anderen Städten muss an die tatsächliche Gebäudesituation und vorhandene Anschlusspunkte angepasst werden.

Typische Fehler beim Bestimmen der Türgröße

Ein häufiger Fehler besteht darin, nur das alte Türblatt zu messen und dieses Maß direkt als Bestellmaß zu verwenden. Das kann funktionieren, wenn lediglich ein exakt passendes Türblatt ausgetauscht wird. Bei einem kompletten Türelement reicht diese Information jedoch nicht aus.

Ebenso problematisch ist es, Rohbauhöhe und Türblatthöhe gleichzusetzen. Ein gefälztes Türblatt mit 1.985 mm Höhe gehört beispielsweise nicht in eine exakt 1.985 mm hohe Wandöffnung.

Auch nachträglich eingebaute Bodenbeläge werden leicht übersehen. Fliesen, Parkett oder ein neuer Bodenaufbau können die verfügbare Höhe verändern und dazu führen, dass das Türblatt später nicht ausreichend Bodenfreiheit besitzt.

Vor der Bestellung sollte deshalb immer eindeutig feststehen:

  • Welches Türsystem wird eingesetzt?
  • Welche Wandöffnung ist tatsächlich vorhanden?
  • Ist der Fußboden bereits fertig?
  • Wird nur das Türblatt oder das gesamte Element ersetzt?
  • Handelt es sich um ein Normmaß oder um eine Sondergröße?

Damit lässt sich zuverlässig bestimmen, wie hoch Türen sind und welche Abmessungen für die konkrete Einbausituation benötigt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema

Welche Türmaße sind für barrierefreies Bauen relevant?

Wie groß ist eine Tür? Für barrierefreie Türen zählt vor allem der tatsächlich nutzbare Durchgang, nicht nur das Türblattmaß. Nach DIN 18040-1 beträgt die lichte Durchgangsbreite bei Türen in öffentlich zugänglichen Gebäuden mindestens 90 cm, die lichte Höhe mindestens 205 cm. DIN 18040-2 enthält entsprechende Anforderungen für barrierefreie Wohnungen. Zusätzlich müssen Bewegungsflächen, Bedienhöhen und die Erreichbarkeit von Griffen berücksichtigt werden.

Türblätter lassen sich je nach Aufbau begrenzt kürzen, eine beliebige Höhenanpassung ist jedoch nicht möglich. Wie hoch sind Türen nach einer solchen Änderung, hängt vom Türblatt, dessen Innenaufbau und den Herstellervorgaben ab. Besonders bei Türen mit Glasfeldern, speziellen Einlagen, Schallschutz oder Brandschutz darf nicht ohne Prüfung Material entfernt werden. Wird der Fußboden nachträglich erhöht, sollte deshalb zuerst geprüft werden, ob eine Anpassung des Türblatts zulässig ist oder ein anderes Türelement benötigt wird.

Brandschutztüren müssen als geprüftes System aus Türblatt, Zarge, Beschlägen und weiteren zugelassenen Komponenten verwendet werden. Wie groß sind Türen mit Feuerwiderstand, ergibt sich deshalb nicht allein aus üblichen Wohnungsmaßen, sondern aus den zugelassenen Abmessungen des jeweiligen Türelements. Eigenmächtiges Kürzen, Verbreitern oder der Austausch sicherheitsrelevanter Bauteile kann die Zulässigkeit beeinträchtigen. Maßgeblich sind die Herstellerunterlagen, die Einbausituation und die brandschutztechnischen Anforderungen des Gebäudes.

Vor barrierefrei nutzbaren Türen müssen ausreichend große Bewegungsflächen vorhanden sein, damit sich die Tür auch mit eingeschränkter Mobilität bedienen lässt. DIN 18040-2 sieht je nach Türsituation unterschiedliche Flächen vor. Vor Wohnungseingangstüren barrierefrei erreichbarer Wohnungen sind beispielsweise mindestens 150 cm Tiefe erforderlich, wenn gegenüber ein Bauteil liegt, ansonsten können 120 cm genügen. Entscheidend sind außerdem Öffnungsrichtung, seitlicher Abstand zum Türgriff und mögliche Überschneidungen mit anderen Bewegungsflächen.

Ein geeigneter Türen-Fachbetrieb sollte verschiedene Türarten abdecken, die Einbausituation exakt ausmessen, das passende System auswählen und die fachgerechte Montage sowie spätere Wartung übernehmen können. IRL Bauelemente mit Sitz in Aschheim bietet unter anderem Haustüren, Innentüren und Brandschutztüren an, führt Aufmaße vor Ort durch und arbeitet nach eigenen Angaben mit eigenen Montageteams. Damit deckt der Betrieb wesentliche Kriterien von der Auswahl und Planung bis zur Montage und Instandhaltung ab.

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